Ostsee-Radler sind wieder zurück

die Ostsee-Radler sind wieder gesund in Mühlen eingeradelt und wurden gleich von der Presse in Empfang genommen.
Start am Mittwochmorgen vom Horber Bahnhof mit dem Zug nach Timmendorfer Strand, das Begleitfahrzeug mit allen Rädern startete eine Stunde früher und war rechtzeitig an der Ostsee, um die Zugfahrer zu empfangen.
Am Bahnhof Timmendorfer Strand wurde sich umgezogen, dann ab auf die Räder und ca. 60 km ab nach Ratzeburg. Erstes Hindernis hierbei die Prival-Fähren bei Travemünde, am Automat konnte keine Gruppe mit Rädern und Begleitauto bezahlt werden, hier hat ein hilfreicher Fährmitarbeiter ausgeholfen.
Zweite Etappe: nach Bergen an der Dumme bedeutete links um einem See herum, rechts um einen See herum dann die Elbe entlang mit fast 160 km.
Dritte Etappe: wo geht’s nach…? Antwort,:“ Da vorne rechts, kleine Straße die immer schlechter wird, dann Kopfsteinpflaster, dann seit Ihr in der ehemaligen DDR.“ Ziel an diesem Tage war Halberstadt (Weltkulturerbe)
Vierte Etappe nach einem Zwischenstopp in Quedlinburg (Weltkulturerbe) weiter in den Harz, vorbei an der Kerbla Staustufe, da wurden wir von einem HTC-Columbia Profi überholt, in der Mittagspause unter einem Kastanienbaum sahen wir gegenüber verdammt fit aussehende Radler in Profi Trikots von HTC und Milram, Ralf und Didi bekennende Fan, identifizierten Toni Martin und Christian Knees (der eine neuer Deutscher Meister im Zeitfahren, der andere Deutscher Meister im Einzel Straßenrennen). An diesem Wochenende waren ja die Deutschen Meisterschaften in Sangershausen, also ganz in der Nähe. An diesem Tag gab’s dann auch den ersten Materialschaden. Bei Mike riss der Kettenwerfer ab, so das war’s, jetzt muss ich in den Begleitwagen..Mist! Aber von wegen:  Ralf schnappte den Werkzeugkoffer, schraubte den Werfer ab, schnitt den Schaltzug ab und legte die Kette von Hand aufs große Kettenblatt und getreu dem Motto „Kette rechts“, musste der arme Kerl den Rest der Tour auf der großen Scheibe weiterfahren.
Fünfte Etappe: eine Hitzeschlacht von Thamsbrück nach Neustadt an der Saale durch und über den Thüringer Wald, dann über den Rennsteig mit viel Tempo, da ja Deutschland- England anstand.
Sechste Etappe: nach Wertheim mit mehr Höhenmeter als gedacht, obwohl es entlang von Flüssen ging, unter anderem natürlich dem Main.
Siebte Etappe: nach Zaberfeld …es wurde noch heißer durch den Odenwald und entlang der Jagst zum Neckar bei der Auffahrt nach Bad Wimpfen bekam Jimmy Martini den ersten Plattfuß der Tour, geschickter weise direkt vor dem Biergarten. In Zaberfeld angekommen ging’s erst mal ab in den dort angelegten Badesee.
Achte und letzte Etappe: hammerharte Anstiege kündigten die heimatlichen Radreviere an und plötzlich wurden wir wieder, man hatte es ganz vergessen, von genervten Autofahrern an gehupt. Dann gab’s noch drei Plattfüße von Walter Kocheise und 6 Kugeln Eis in Nagold für die Radler.
Fazit: 1058 km, 8 Bundesländer, 6 x die ehemalige innerdeutsche Grenze überquert, 2 Weltkulturerbe, 6 Mittelgebirge, ein gerissener Kettenwerfer, 4 Plattfüße und ein ziemlich ausgelasteter Begleitautofahrer Norbert Kirchner, der knipste Bilder, kaufte Getränke, regelte Anmeldung und Bezahlung der Hotels, informierte die Radler über notwendige Streckenänderungen durch neugebaute Umgehungsstraßen und durch Radlers liebstes Hinweisschild „Alle Richtungen“ und suchte geeignete Plätze fürs Mittagspicknick.

Die Teilnehmer: 9 Männer und zwei Frauen namentlich Elisabeth Dettling, Gertrud Martini ,Hubert Dettling, Günter Martini, Walter Kocheise, Dieter Gühring, Andreas Glückert, Erwin Teufel, Wolfgang Hengst ,Mike Prünster, Ralf Laupheimer und Begleitfahrzeug Norbert Kirchner.
„Mit Sonne in den Speichen“, die Mühlener Radler,