MTB Wochenende im Montafon von 06. – 08.06.2008
Organisiert vom SVM Abt. Radsport

Freitagmorgen war es schließlich soweit: Pünktlich um 08:00h starteten wir

in Mühlen/Neckar zu unserem verlängerten MTB-Wochenende nach Schruns ins Montafon.

Unsere Bikes haben wir zuvor auf den genial gebauten Fahrradanhänger von Richard Saier geladen, den er uns freundlicherweise ausgeliehen hat.
Nun ging es, im „Mannschaftsbus“ und der Fahrradzugmaschine voran, zügig nach Schruns. In Lindau wurden eine Kaffeepause eingelegt und die Vignetten gekauft.

Das Hotel in Schruns machte einen sehr guten Eindruck. Wir bezogen schnell unsere Zimmer und trafen uns kurz danach zu einem gemeinsamen Spaghettiessen im Speisesaal. Frisch gestärkt, die Kohlenhydratspeicher aufgeladen, zogen wir uns um und starteten zu unserer ersten Bergtour.

Freitag, 06.06.2008: Tour 1 Lindauer Hütte

Tourenlänge: 33,6 km

Höhenmeter: 1436 m

Um 14:20h starteten wir bei starker Bewölkung. Vom Hotel weg ging es erst mal ca. 70 Hm bergab ins Dorf. Schon hier wurde die Ausrüstung, vor allem die Bremsen, für den Notfall geprüft.

Nach anfänglicher Irrfahrt und Verwunderung über die örtliche Wegeführung und Ausschilderung fanden wir den Einstieg zum Aufstieg. Kurz nach Verlassen des Orts begann es zu regnen. Für die nächsten 2 Stunden ging es stetig durch Bergwald und Wiesen über mehrere Serpentinen teils steil bergauf. Trotz des teilweise starken Regens fiel unsere Stimmung jedoch nicht ins Wasser. Als wir die Baumgrenze überschritten, zeigten sich in schattigen Lagen die letzten Schneereste.

Der Anstieg auf den letzten Kilometern vor der Lindauer Hütte wurde immer steiler. Das Ziel vor Augen galt es dann noch eine 22% Steigung zu überwinden.

Auf der Hütte angekommen wurden wir vom Wirt sehr freundlich empfangen. Wie es aussah, waren wir seine einzigen Gäste. Im Trockenraum konnten wir unsere triefnasse Kleidung wechseln. Während wir uns oben in der Hütte bei einem Glas Jagertee auf die Abfahrt vorbereiteten trocknete eine Trocknungsanlage unsere nassen Trikots und Jacken und unsere Schuhe wurden durch elektrische Schuhwärmer für die Abfahrt aufgewärmt.

Draussen zogen die Wolken immer dichter, so dass eine Aussicht auf die „Drei Türme“ leider nicht möglich war.



Lindauer Hütte

Die anschließende Abfahrt hinunter nach Schruns war wesentlich angenehmer als erwartet. Durch die trockene Kleidung und das Adrenalin bei den hohen Abfahrtsgeschwindigkeiten fror mit Sicherheit niemand der Teilnehmer. Nach knapp 30 Minuten Fahrt mit Vmax > 66km/h erreichten wir schlammig aber zufrieden unser Hotel. Vor dem Duschen konnten wir unsere MTB´s vor dem Abstellen in der Garage noch mit Schlauch und Wasser reinigen.

Zum Aufwärmen nach der Fahrt gingen wir noch vor dem Abendessen in die Hotelsauna.

Wieder auf Betriebstemperatur und hungrig, genossen wir an diesem Abend unser 5-Gänge Menu.

Den Tag ließen wir bei der Nachbereitung der gefahrenen und Vorbereitung auf die nächste Tour in gemütlicher Runde ausklingen.

Samstag, 07.06.2008: Tour 2 Obere Wasserstubenalpe

Tourenlänge: 43,8 km
Höhenmeter: 1814 m

Für den heutigen Tag stand die Tour Silbertal-Sonnenkopf-Dalaas-Itonskopf-Bartholomäberg auf dem Programm. Die Wettervorhersage sagte Bewölkung, jedoch eine geringere Regen-wahrscheinlichkeit als am Freitag voraus. Unser Weg führte zunächst auf der Strasse und über Radwege bei ge-mächlicher Steigung nach Silbertal.

Ab Silbertal ging ein gut befahrbarer Waldweg in land-schaftlich reizvoller Umgebung mit wechselnder Steigung an der Litz aufwärts zum Gasthof „Fellimännle“.

Silbertal
Etwa zur Hälfte des Weges mündete der Teufelsbach in einem beeindruckenden Wasserfall in die Litz.

Ab dem Gasthof „Fellimännle“ stieg der Weg immer steiler an. Vorbei am Gasthof „Hasahüsli“ fuhren wir über Gebirgswege ins „Wasserstubental“ Kurz nach der „Unteren Wasserstubenalpe“ versperrte uns ein Schneefeld den Weg zum „Sonnenkopf“.

Untere Wasserstubenalpe

Unsere Alternative war der Weg zur „Oberen Wasserstubenalpe“. Jedoch auch hier auf ca. 1730 m endete der Weg leider im Schnee. Ein Durchkommen mit unseren Bikes war absolut nicht mehr möglich. Wir wechselten auf der Alpe die verschwitzte Kleidung und führen den Weg zur unteren Alpe wieder zurück. Hier entschied sich ein Teil der Mannschaft über das Silbertal wieder zurück nach Schruns zu fahren.

Wir anderen wollten Dalaas über den Kristberg erreichen. In der „Knappenstube“ oberhalb der Kristbergbergstation machten wir unsere Mittagsrast. Wir fragten den Hüttenwirt, ob der „Itonskopf“ mit unseren Bikes befahrbar sei. Er erklärte uns, dass dieses Jahr ein Durchkommen oberhalb 1700-1800 m auf den Nordseiten der Berge zurzeit noch nicht möglich ist, da überall noch Schneereste lägen. Wir änderten daraufhin abermals unsere Tour und fuhren weiter, immer zwischen 1400 und 1500 m Höhe, durch teilweise wurzeldurchsetzte und steinige Trails zum „Fritzensee“. Von hier ging der Weg weiter zum „Rellseck“. Ab dem „Rellseck“ führen wir über einen schmalen Wanderpfad durch Bergwald und Almwiesen steil hinunter nach Bartholomäberg. Die restliche Strecke zum Hotel führte auf serpentinenreicher Strasse unter hohem Einsatz unserer Scheibenbremsen ständig bergab.

Im Hotel angekommen regenerierten wir uns in der Sauna und freuten uns aufs Abendessen von dem es heute eine doppelte Portion geben sollte.

Sonntag, 08.06.2008: Tour 3 Sivretta Stausee

Tourenlänge: 70,2 km
Höhenmeter: 1722 m

Schon beim Aufstehen konnte man heute erkennen, dass die Bewölkung auflockert und die Sonne scheinen würde.

Um 09:28h brachen wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zu unserer letzten Tour an diesem Wochenende auf.

Für heute hatten wir uns als Ziel den Kops- oder oder Silvretta Stausee vorgenommen. Die Entscheidung wollten wir endgültig in Partenen treffen.

Unsere Strecke führte immer an der Ill entlang auf Radwegen gut beschildert über St. Gallenkirch-Gortipol-Gaschurn nach Partenen.

Partenen

Die Silvretta-Hochalpenstrasse war glücklicherweise noch für den Autoverkehr gesperrt, so dass uns die Strasse mehr oder weniger allein gehörte.

Ab nun ging’s bei durchschnittlich 9% Steigung für die nächsten 15 km stetig bergauf. Entlohnt wurde man immer wieder mit herrlichen Ausblicken auf die schon überwundenen Serpentinen.

Am Vermontstausee legten wir eine kurze Pause ein, um dann wieder vollzählig die letzten 300 Hm zum Silvrettastausee zurückzulegen.

Auf der Passhöhe angekommen wurde als Erstes ein Erinnerungsfoto gemacht. danach ging’s weiter zum Silvretta Haus, wo wir uns für die Abfahrt trockene Trikots und unsere Beinlinge anzogen.

Die Abfahrt nach Partenen absolvierten wir in rasanten 17 Minuten (für den Anstieg benötigten wir 90 Minuten). Auf dem gleichen Weg zurück erreichten wir bei immer weiter steigenden Temperaturen gegen 13:50h unser Hotel.

Vor dem Duschen und Packen wurden zuerst die Bikes aufgeladen.

Um 14:30h traten wir die Rückfahrt an.

Auch wenn das Wetter nicht so mitspielte, war es ein schönes und harmonisches Wochenende, an das sich jeder gerne erinnern wird.

Wir hatten über die gesamten 3 Tage weder eine Panne noch einen Sturz und sind uns sicher, dass dies nicht das letzte MTB-Wochenende gewesen ist.